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Hämorrhoidalleiden

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind knotenartige Erweiterungen von venösen Blutgefässräumen im Mastdarm. Die normalerweise vorhandenen Venengeflechte liegen im oberen Analkanal zwischen dem Schliessmuskel und der zarten Schleimhaut des Enddarms. Mit fortschreitender Erweiterung verlagern sich die so entstehenden Hämorrhoidalknoten – es handelt sich um innere Hämorrhoiden – zunehmend nach aussen, was zu einem unterschiedlichen Stadium des Hämorrhoidalleidens führt:

Schnittbild durch den Enddarm
  1. Enddarm / Mastdarm / Rektum
  2. Schwellkörper (Corpus cavernosum recti): Aus diesen Schwellkörpern können Hämorrhoiden entstehen.
  3. Krypten oder Sägezahnlinie
  4. empfindliche Haut des unteren Analkanals
  5. Venengeflecht
  6. innerer Schließmuskel
  7. äußerer Schließmuskel
  8. Kohlrauschfalte
  9. Ampulle des Enddarms
  10. Musculus puborectalis: Willentlich bewegter Muskel, der den Mastdarm umgibt.

Quelle: www.medizininfo.de

 

Stadium I: Hämorrhoidalpolster ohne Prolaps (mit Vorfall)
Stadium II: Hämorrhoidalprolaps mit spontaner Reposition
Stadium III: Hämorrhoidalprolaps, der nur manuell reponiert werden kann
Stadium IV: Prolaps mit akuter Inkarzeration (Einklemmung) und Thrombose oder fixierter Prolaps

Quelle: www.medizininfo.de

Von den inneren Hämorrhoiden sind die äusseren Hämorrhoiden zu unterscheiden. Diese gehen aus vom äusseren Hämorrhoidalplexus, im äussersten Darmabschnitt des Darmausganges.

Symptome des Hämorrhoidalleidens:

Innere Hämorrhoiden:
Die typischen Beschwerden von inneren Hämorrhoiden sind Blutung, Juckreiz und Vorfall eines Hämorrhoidalknotens, der mechanisch stört. Eigentliche Schmerzen sind für ein Hämorrhoidalleiden eher atypisch.

Äussere Hämorrhoiden:
Diese führen typischerweise zu akut auftretenden, heftigen Scherzen im Rahmen einer sogenannten Hämorrhoidalthrombose. Die Hämorrhoidalthrombose tritt häufig auch bei jüngeren Patienten auf, die bisher nie über Beschwerden im Rahmen eines Hämorrhoidalleidens geklagt haben.

Hinter typischen Hämorrhoidalbeschwerden kann sich in seltenen Fällen ein Mastdarm- oder Dickdarmkrebs verstecken. Es ist von grosser Bedeutung, dass der Facharzt die notwendigen diagnostischen Massnahmen in die Wege leitet.

Therapie:

Innere Hämorrhoiden:

In leichteren Fällen kann das Hämorrhoidalleiden medikamentös und durch eine schlackenreiche Ernährung günstig beeinflusst werden. Wenn diese Massnahmen nicht zu Beschwerdefreiheit führen, stehen Gummibandligaturen zur Verfügung, die an der Basis der Knoten angebracht werden und zu einem Absterben des Knotens führen. Bei der Sklerosierung werden die Venenpolster mit einer speziellen Verödungsflüssigkeit unterspritzt, was in der Regel mehrere Sitzungen notwendig macht.
Bei ausgeprägtem Hämorrhoidalleiden ist zur definitiven Beschwerdefreiheit eine Operation in der Regel nicht zu umgehen. Es gibt dabei zwei grundlegend verschieden Methoden, die je nach Befund eingesetzt werden. Die erste Methode besteht in einer Abtragung der vergrösserten Hämorrhoidalknoten vom Schliessmuskel (Operation nach Milligan-Morgan). Dabei achtet der Chirurg insbesondere darauf, dass zwischen den abgetragenen Hämorrhoidenknoten intakte Haut-/Schleimhautbrücken zurückbleiben, um einer Vernarbung im Analkanal vorzubeugen. Es handelt sich um eine Operationsmethode mit sehr guten Ergebnissen, die allerdings eine konsequente Nachbehandlung durch den Patienten selber während 2 – 3 Wochen erfordert.
In den letzten Jahren hat sich ein neues Verfahren in Form der Staplerhämorrhoidektomie nach Longo durchgesetzt. Es handelt sich dabei um eine in der Regel schmerzfreie, patientenfreundliche Hämorrhoidenoperation, die vor allem bei prolabierenden Hämorrhoiden (Grad II und III) zur Anwendung kommt. Bei der Methode nach Longo wird mittels eines zirkulären Klammernahtgerätes ein 2 – 3 cm breiter Streifen von der Mastdarm-Schleimhaut entfernt. Durch diese Massnahme kommt es zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr der Hämorrhoidalknoten und gleichzeitig zu einem „Lifting“ der unteren Schleimhaut in den Analkanal hinein.
Die Operation nach Longo beeindruckt durch eine weitgehende postoperative Beschwerdefreiheit und durch eine abgekürzte postoperative Rekonvaleszenz.

Zustand vor Operation Anwendung des Staplers (Klammernahtgerät) Zustand nach Operation
(geliftete Schleimhaut)

Quelle: Ethicon Endo-Surgery

 

Äussere Hämorrhoiden:

Die sehr schmerzhaften, thrombosierten äusseren Hämorrhoidalknoten werden primär konservativ durch entzündungshemmende Medikamente und abschwellende Massnahmen behandelt. Bei umschriebenen thrombosierten Knoten kann in Lokalanästhesie durch eine kleine Incision das Gerinnsel ausgepresst werden, was in der Regel zu einer sofortigen eindrücklichen Schmerzreduktion führt.

Bei jedem analen Blutabgang bei Patienten über 40 Jahren muss durch eine Dickdarmspiegelung ein bösartiger Darmtumor ausgeschlossen werden!