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Medizinische Fachinformationen

Laparoskopie

Die Laparoskopie (= Bauchspiegelung) stellt ein Verfahren dar, bei dem der Bauchraum und die sich darin befindenden Organe (Leber, Milz, Magen, Darmtrakt, gynäkologische Organe usw.) mit einem sogenannten Endoskop gespiegelt werden. Kaum eine Entwicklung hat die moderne Medizin derart beeinflusst, wie die Innovationen im Bereiche der Endoskopie.

Gallenblase und Leber

Magen und Milz

Wir unterscheiden die diagnostische Laparoskopie von der therapeutischen Laparoskopie. Bei der diagnostischen Laparoskopie geht es um die Stellung einer Diagnose durch Betrachtung der Organe innerhalb der Bauchhöhle und allenfalls durch die Entnahme einer Gewebeprobe für die histologische („feingewebliche“) Untersuchung. Die therapeutische Laparoskopie ermöglicht die Behandlung von krankhaften Veränderungen im Bauchraum auf endoskopischem Weg. Dabei kommen sogenannt „minimal invasive Operationsverfahren“ zur Anwendung, die für den Patienten eine sehr schonende Alternative zu einer offenen Operation darstellen. Es können heute eine grosse Anzahl von chirurgischen Eingriffen im Rahmen einer therapeutischen Laparoskopie durchgeführt werden. Das gilt insbesondere für die Appendektomie (Blinddarmoperation), Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung), Herniotomie (Leistenbruchoperation), Sigmaresektion (Dickdarmentfernung), Adhäsiolyse (Lösung von Verwachsungen) und eine Vielzahl von gynäkologischen Eingriffen.

Laparoskopisches Bild von Verwachsungen.

Laparoskopisches Lösen von Verwachsungen

Quelle: Manual der laparoskopischen Chirurgie (Ch. Klaiber und A. Metzger)

Das laparoskopische Operieren ist chirurgisch anspruchsvoll und erfordert eine moderne technische Infrastruktur. Dazu gehören ein modernes Bildübertragungssystem, zuverlässige Apparaturen und elektronische Kontrollsysteme sowie spezielle Operationsinstrumente, die durch die Medizintechnik in den letzten Jahren in zunehmender Verfeinerung entwickelt wurden.

Laparoskopieturm

Technische Durchführung der Laparoskopie

Die Laparoskopie wird im Rahmen einer Allgemeinnarkose oder einer Regionalanästhesie durchgeführt. Die Wahl des Narkoseverfahrens hängt vom beabsichtigten laparoskopischen Eingriff, von medizinischen Gegebenheiten und von den Wünschen des Patienten ab. Zuerst wird durch eine feine Nadel unterhalb des Bauchnabels Kohlendioxidgas in den Bauchraum eingebracht. Das so entstehende Pneumoperitoneum garantiert dem Operateur eine einwandfreie Sicht und eine optimale Orientierung im Bauchraum.

Einführen der Veressnadel in den Bauchraum

Nun wird durch einen Trokar (ein Röhrchen mit einem Ventil zum Abdichten gegen Gasverlust) das Endoskop in die Bauchhöhle eingeführt.

Einführen der Optik

Durch ein Bildübertragungssystem werden die Bilder aus dem Bauchraum auf den Fernsehmonitor übertragen. Die laparoskopischen Befunde können zusätzlich fotografiert und bei Bedarf auf Videoband festgehalten werden. Je nach geplantem laparoskopischem Eingriff werden zusätzliche Trokare für die zu verwendenden Arbeitsinstrumente durch die Bauchdecke in den Bauchraum eingeführt. Heute gibt es eine grosse Auswahl an perfektionierten Operationsinstrumenten für die unterschiedlichsten Anwendungen.

Verschiedene Instrumente für die Endoskopie

Welche Komplikationen können während einer Laparoskopie auftreten?

Laparoskopische Eingriffe lassen sich heute unter der Voraussetzung einer optimalen Ausbildung des Chirurgenteams, einer gezielten Schulung des OP-Personals sowie einer modernen technischen Infrastruktur mit einem geringen Risiko und für den Patienten wenig belastend durchführen. Dennoch besteht in seltenen Fällen das Risiko einer Darmverletzung oder einer Blutung auf Grund einer Gefässverletzung. Dies gilt insbesondere für Patienten, die sich schon früher operativen Eingriffen im Bereiche des Bauchraums unterziehen mussten. Organverletzungen im Bauchraum erfordern ein sofortiges konsequentes Handeln, das in seltenen Ausnahmefällen eine Eröffnung der Bauchhöhle notwendig macht.

Vorteile der laparoskopischen Technik

Die laparoskopische Technik bringt den Patienten im Allgemeinen erhebliche Vorteile. Dazu gehören geringere postoperative Schmerzen, weniger Wundinfektionen, weniger Narbenbrüche, weniger Verwachsungen, eine frühere Belastbarkeit (Arbeit und Sport) sowie ein optimales kosmetisches Ergebnis.